Anatoly D
29. August 2025
Am 29.08.2024 habe ich für meinen Vater den Notruf gewählt. Er war sichtbar geschwächt, massive Kreislaufprobleme und extrem hohen Blutdruck – über 200 mmHg. Für mich war klar: Die Situation war akut lebensbedrohlich. Als Notarzt kam Dr. Andreas von Bohlen. Was dann geschah, war für mich zutiefst verstörend. Aus meiner Sicht erfolgte keine angemessene Untersuchung: kein EKG, keine Empfehlung zur Klinikaufnahme. Stattdessen lediglich eine Tablette – und die Bemerkung, es sei „nicht akut“. Für mich war dieses Vorgehen unverständlich und verantwortungslos angesichts der klaren Risikofaktoren. Nur einen Tag später wurde mein Vater in lebensbedrohlichem Zustand ins Klinikum Nürnberg Nord eingeliefert. Nach einem langen Intensivaufenthalt verstarb er. Besonders schockiert hat mich das Verhalten im Nachgang: In einem späteren Telefonat zeigte Dr. von Bohlen keinerlei Einsicht oder Mitgefühl. Statt einer selbstkritischen Reflexion hatte ich das Gefühl, dass die Situation heruntergespielt und Zweifel am Vorgehen einfach abgetan wurden. Ich habe Beschwerde bei den zuständigen Stellen eingelegt – doch ob dieser Fall jemals wirklich aufgearbeitet wird, bleibt für mich fraglich. Das Verhalten von Dr. von Bohlen – sowohl im Einsatz als auch danach – hat mein Vertrauen in seine ärztliche Integrität nachhaltig zerstört. Ich kann nur hoffen, dass kein anderer Angehöriger eine so erschütternde Erfahrung machen muss.