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17. May 2025
Ich bin zutiefst erschüttert und fassungslos darüber, wie eine Ärztin einen schwerkranken Menschen in der letzten Phase seines Lebens begleiten kann – oder vielmehr: wie sie es unterlassen hat. Bereits vor dem akuten Sterbeprozess meines Schwiegervaters war die Zusammenarbeit mit dieser Ärztin von unnötigen Diskussionen und Erreichbarkeitsproblemen geprägt Selbst grundlegende Maßnahmen und Vorkehrungen mussten stets erst mühsam eingefordert und erstritten werden. Und oft wurden sie auch einfach nicht bewilligt. Hinweise auf den sich verschlechternden Zustand wurden mehrfach bagatellisiert mit Aussagen wie: „Es geht ihm doch gut, so weit sind wir noch nicht.“ Als es dann in den letzten 48 Stunden tatsächlich auf das Lebensende zuging, wurde die dringend notwendige Palliativverordnung erneut zum Gegenstand von Diskussionen – wertvolle Zeit verstrich, ohne dass klare ärztliche Handlungsanweisungen vorlagen. Der entsprechende Medikamentenplan wurde nicht übermittelt, was zur Folge hatte, dass das Pflegepersonal die erforderlichen palliativen Maßnahmen nicht vollständig anwenden konnte. Nach 24 Stunden Wartens auf den Plan fuhr ich persönlich zur Ärztin, um den Sachverhalt zu klären. Obwohl uns zuvor versichert wurde, dass der Plan im Pflegeheim noch nicht vorläge, wurde mir dort vor Ort das Gegenteil behauptet – eine Aussage, die nachweislich nicht der Wahrheit entsprach. Zeitgleich mit meiner Ankunft im Pflegeheim wurde der Plan schließlich doch übermittelt – jedoch handelte es sich dabei um die falsche Version. Statt der dringend benötigten Hilfe mussten wir uns erneut mit organisatorischen Fehlern beschäftigen – während ein geliebter Mensch im Sterben lag. Hinzu kam, dass die sogenannte „Palliativbox“ nicht ausreichend bestückt war: Weder standen alle notwendigen Medikamente ausreichend zur Verfügung, noch waren sie in geeigneter Form vorhanden – beispielsweise als Injektionen. Angesichts dieses gravierenden Versagens auf mehreren Ebenen ist es für mich vollkommen unverständlich, wie diese ärztliche Betreuung mit einer Bewertung von fünf Sternen versehen werden kann. Diese Erfahrung war nicht nur enttäuschend, sondern sie war in einer Phase, in der Menschlichkeit, Sorgfalt und fachliche Kompetenz am dringendsten gebraucht wurden, schlicht inakzeptabel.