Vjekoslav Jokic
08. March 2026
Diese Bewertung schreibe ich als Ehemann, weil meine Frau nach diesem Arztbesuch völlig aufgelöst war und wir beide so etwas in einer Arztpraxis noch nie erlebt haben. Meine Frau ist schwanger (zum Zeitpunkt des Termins in der 18. Schwangerschaftswoche und zudem Risikoschwangerschaft). Da sie wegen der Schwangerschaft keine Medikamente gegen ihren seit Monaten bestehenden Husten nehmen durfte, wurde sie zunächst vom Lungenarzt zum HNO-Arzt überwiesen. Dieser empfahl schließlich, über die Hausärztin bestimmte Blutwerte bestimmen zu lassen, um z. B. Keuchhusten auszuschließen. Meine Frau kannte die Praxis bereits seit vielen Jahren durch Frau Dr. Brandt-Schmidtkowski. Es war lediglich ihr erster Termin seit der Praxisübernahme durch Frau Natascha Brandt. Nach etwa 90 Minuten Wartezeit wurde sie schließlich aufgerufen. Laut ihrer Schilderung wurde sie jedoch direkt sehr abweisend begrüßt mit der Aussage, das Wartezimmer sei voll und man habe keine Zeit für neue Patienten. Sie hatte kaum Gelegenheit zu erklären, dass sie die Praxis seit Jahren kennt und lediglich bei der neuen Ärztin formal als neue Patientin gilt. Obwohl sie ausdrücklich auf Empfehlung anderer Fachärzte wegen einer Blutuntersuchung gekommen war, wurde lange gezögert, diese überhaupt durchzuführen. Die Situation hat meine Frau sehr belastet: In der 18. Schwangerschaftswoche saß sie schließlich verzweifelt und weinend in der Praxis. Positiv hervorheben möchten wir ausdrücklich die Arzthelferinnen, die sehr freundlich reagierten, sie beruhigten und ihr Wasser brachten. Die Blutabnahme wurde am Ende zwar durchgeführt, jedoch erhielt sie anschließend mehrere Überweisungen zu Lungenarzt und HNO-Arzt, obwohl sie zuvor ausdrücklich erklärt hatte, dass sie gerade von diesen Fachärzten kam und diese Überweisungen daher nicht benötigte (diese kann sie nämlich abrechnen, auch wenn sie nicht verwendet werden). Zwei Tage später erhielt meine Frau einen Anruf aus der Praxis mit der Aussage, ihre Blutwerte seien „alle schlecht“ und sie müsse sofort ins Krankenhaus, ihr Kind sei in Lebensgefahr. Diese Aussage hat sie verständlicherweise in große Angst und Panik versetzt. Daraufhin ließ sie die Blutwerte sofort ihrem Frauenarzt zukommen. Dieser überprüfte die Werte und erklärte, dass lediglich zwei Werte leicht abweichen würden und eine Kontrolle in einigen Tagen völlig ausreichend sei. Eine sofortige Krankenhauseinweisung hielt er absolut nicht für notwendig und meinte, die würden sie auslachen, wenn sie deshalb ins Krankenhaus käme. Als meine Frau später noch einmal in die Praxis ging, um diese Situation anzusprechen, fühlte sie sich erneut nicht ernst genommen und sehr respektlos behandelt mit dem demütigenden Kommentar sie sollte sich doch in Haar einweisen lassen. Auch aus unserem familiären Umfeld gab es bereits Erfahrungen mit fehlerhaften Verordnungen, die glücklicherweise rechtzeitig durch eine Apothekerin korrigiert wurden. Meine Frau ist über 40 Jahre alt und sagt selbst, dass sie in ihrem ganzen Leben noch nie eine derart belastende Erfahrung in einer Arztpraxis gemacht hat. Gerade von einer Hausarztpraxis erwartet man neben medizinischer Kompetenz auch Empathie, Ruhe und eine verantwortungsvolle Kommunikation – besonders gegenüber schwangeren Patientinnen. Leider haben wir all das hier nicht erlebt. Aus unserer persönlichen Erfahrung können wir diese Praxis daher keinesfalls weiterempfehlen.