Anna Vanessa Scholler
20. April 2026
Unser Eindruck von diesem Tierarzt ist durchweg negativ. Beim letzten Termin am Donnerstag wurden wir in wenigen Minuten regelrecht „abgefertigt“. Es wurde sogar vergessen, dass wir einen Termin hatten und wurden mit den Worten „Ja dann gucken wir halt nochmal schnell“ ins Untersuchungszimmer genommen. Eine gründliche Untersuchung unseres Hundes fand praktisch nicht statt. Auch der Umgang mit unserem Tier war dabei alles andere als professionell – der Arzt und die Pflegerin wirkten unruhig, unkonzentriert und nicht wirklich bei der Sache. Gerade weil wir große Sorgen um unseren Hund hatten, hat dieses Verhalten unser Misstrauen und unsere Ängste nur noch verstärkt. Statt sich ein aktuelles Bild zu machen, wurde einfach auf Laborwerte zurückgegriffen, die bereits vier Tage alt waren – ein neues Labor wurde trotz der deutlichen Verschlechterung unseres Hundes nicht einmal in Erwägung gezogen. Dabei ist besonders kritisch, dass die Werte vom Montag bereits verdächtig waren und sehr gut zu einer PLE passten – sie hätten zwingend eine weiterführende Abklärung erfordert. Auf dieser lückenhaften Grundlage wurde dann dennoch eine Prognose von 3–6 Monaten Lebenserwartung gestellt. Zusätzlich wurde offenbar ein Wert berechnet, der auf dem ausgehändigten Laborzettel gar nicht aufgeführt war (darauf machte uns erst ein Arzt aus einer Tierklinik aufmerksam). Völlig unverständlich ist zudem, dass der Arzt ausgerechnet an diesem Donnerstag plötzlich auf die Idee kam, das Futter anhand der Nierenwerte anzupassen – obwohl diese Werte bereits seit Montag vorlagen. Anstatt frühzeitig sinnvoll zu reagieren, wurde dies erst verspätet thematisiert, was für uns keinen nachvollziehbaren medizinischen Nutzen hatte. Besonders irritierend ist, dass bereits am Montag ein Bauchultraschall durchgeführt wurde, der angeblich ohne Befund gewesen sein soll. Am Freitag mussten wir unseren geliebten Hund schließlich einschläfern lassen. Zu diesem Zeitpunkt stellte ein anderer Tierarzt nämlich massive Befunde fest: ein Bauch voller Flüssigkeit, ein stark entzündeter Bauchraum und Wasser im Brustbereich. Die tatsächliche Erkrankung (PLE), die insbesondere bei Yorkshire keine Seltenheit ist, wurde zuvor offenbar nicht einmal in Betracht gezogen. Ein guter Tierarzt sollte solche Zusammenhänge kennen und auch über den Tellerrand hinaus denken. Unser Fazit: mangelnde Sorgfalt, oberflächliche Diagnostik und ein Umgang, bei dem wir uns zu keinem Zeitpunkt gut aufgehoben gefühlt haben. Absolut nicht zu empfehlen – eigentlich nicht einmal einen Stern wert.