Fateme Khavari
20. March 2026
Ich bin seit über zehn Jahren Patientin in dieser Praxis – und bin inzwischen einfach nur noch fassungslos über den Umgang mit mir. In meiner Patientenakte steht klar, dass ich unter chronischen Schlafstörungen und Depressionen leide. Trotzdem scheint es hier niemanden zu interessieren, sich diese überhaupt anzusehen. Ebenso ist bekannt, dass ich keinen Therapieplatz finden konnte – auch das wird ignoriert. Ich bin Mutter von zwei Kindern, studiere, arbeite und bin beruflich in einer Krippe tätig. Meine Arbeit besteht aus Carearbeit – ich betreue kleine Kinder. Wenn ich starke Schmerzen habe, kann ich diese Arbeit schlicht nicht ausüben. Das sollte jedem Arzt einleuchten. Zusätzlich kommt eine massive psychische Belastung hinzu: Meine Familie lebt im Iran, und wegen der aktuellen Kriegssituation habe ich seit Wochen keinen Kontakt zu ihnen. Auch das habe ich erklärt – es wurde komplett ignoriert. Statt Verständnis zu zeigen, wurde ich heute von Dr. Beversdorf herablassend behandelt. Zunächst hat er sich geweigert, mir eine Krankschreibung auszustellen, mit der Begründung, er habe „noch nie wegen Muskelkater krankgeschrieben“ und ich sei selbst schuld, weil ich trainiert habe. Erst nach Diskussion hat er sich schließlich „gnädig“ dazu herabgelassen, mir ein Attest auszustellen – allerdings nur für heute, nicht für gestern. Gestern war mein Kind krank, und ich habe vergeblich versucht, über die TeleClinic-App ein ärztliches Gespräch zu bekommen. Statt meine Situation zu verstehen, wurde mir das Gefühl gegeben, ich würde die Situation ausnutzen oder mich ständig krankschreiben lassen wollen. Diese Unterstellung ist respektlos und unangebracht. Ich zahle seit Jahren meine Versicherungsbeiträge – aber echte Unterstützung habe ich in dieser Praxis nie erfahren. Stattdessen wird man nicht ernst genommen, abgefertigt und im Zweifel sogar noch beschuldigt.